Ubuntu – Gemeinsamer Erfolg.

In vielen Unternehmen und Organisationen, in Nachbarschaften, ja, sogar in Kirchen sind wir immer wieder von egozentrischem Wettbewerb betroffen. Selbst dort, wo es eigentlich um das Gemeinsame geht, kämpfen Menschen gegeneinander. versuchen Mitarbeiter andere in ein schlechtes Licht zu rücken, um selbst besser dazustehen. Führungskräfte werten andere und ihre eigenen Mitarbeiter ab, um sich quasi auf der Masse nach oben zu drücken. Oft geht es dabei nur um die eigene Person und nicht um das gemeinsame (Unternehmens-)Ziel.

Egozentrik war gestern.

Vor ein paar Wochen habe ich eine Geschichte gelesen, die ich mit Ihnen teilen möchte:

Ubuntu - Ich bin, weil wir sind.In einem afrikanischen Dorf trifft ein Forscher ein. Er möchte den Kindern des Dorfes ein neues Spiel beibringen. In diesem Spiel sollen die Kinder frühzeitig lernen, dass das Leben ein Wettbewerb ist, den man gewinnen muss. Dazu bringt er nicht nur eine Menge Wissen mit sondern auch einen Korb süßer Früchte. Er versammelt Kinder um sich herum und stellt unter einen weiter entfernten Baum den Früchtekorb. Dann erklärt er den Kindern, dass das Leben hart ist und das man um das eigene Überleben kämpfen muss. Man muss sich anstrengen und jeder sollte zunächst einmal an sich denken.

Dann erklärt er den Kindern die – relativ einfache – Regel des neuen Spiels: Wer schneller ist als alle anderen und zuerst an dem Korb mit den Früchten ankommt, darf sie alle für sich nehmen und alleine aufessen. Dann gibt er ein Start-Zeichen und die Kinder springen auf. Sie greifen sich gegenseitig an der Hand, rennen gemeinsam auf den Korb zu und erreichen gemeinsam die Früchte. Sie setzen sich glücklich unter den Baum und genießen die Früchte gemeinsam.

Der Forscher ist sehr irritiert und fragt die Kinder, warum sie denn gemeinsam gelaufen sind. Denn schließlich hätte doch jeder die Chance gehabt, den ganzen Korb für sich zu gewinnen. Jetzt schauen die Kinder irritiert und sagen: Wir können nur dann froh sein, wenn alle froh sind. Ubuntu. Was soviel bedeutet wie „Ich bin, weil wir sind.“

Ubuntu – Ich bin weil wir sind

Mich hat diese Ubuntu-Geschichte sehr nachdenklich gemacht. Oft beobachte ich in Unternehmen, das weniger mit den Markt- und Wettbewerbsverhältnissen oder um wirklich innovative Produkte gekämpft wird. Nein, man kämpft innerhalb der Organisation gegeneinander. Was wäre eigentlich, wenn diese Energie zur Zielerreichung eingesetzt würde, wenn alle Ubuntu sagen würden?

Wo sind die Unternehmen und die Verantwortungsbereiche, in denen gemeinsam nach den Früchten gegriffen wird, damit alle fröhlich, alle erfolgreich sind? Hier liegt das wahre Potenzial der Unternehmen verborgen. Und hier liegt der wirkliche Erfolg jedes Einzelnen verborgen. Denn gemeinsamer Erfolg trägt höher und weiter als individueller Erfolg.

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  1. […] beabsichtigt. Es scheint eine gesellschaftliche Bewegung hin zu mehr Gemeinschaft zu geben. Die Erzählung „Ubuntu“ beschreibt dies sehr schön. Diese Entwicklung hat einen neurobiologischen […]

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