Weihnachten - ... und Frieden auf Erden.

Das Weihnachtsfest naht. Überall finden Planungen statt, wen wir wann und in welcher Kombination besuchen wollen oder wer uns besuchen soll, darf oder muss. In diesem Jahr haben wir entschieden: Wir fahren nirgends hin (wie egoistisch). Uns können gerne alle besuchen und wir wissen, dass das bei einigen überhaupt nicht geht (wie egoistisch). Schon entsteht Unfrieden.

Frieden ist die Basis für Wachstum. In Unfrieden, im Krieg, wächst nichts erstrebenswertes, allenfalls Hass. Aktuell müssen wir Masken tragen und sollen uns impfen lassen. Schon zerfällt die Gesellschaft in zwei Lager. Radikalisierung ist zu beobachten.

An der ukrainischen Grenze laufen russische Truppen auf. Schon gehen wir in die Konfrontation, weil wir Konfrontation erleben. Der Friede ist in Gefahr. Meist entsteht Konfrontation dadurch, dass wir egoistisch unsere eigene Meinung als die allein seligmachende ansehen und eine davon abweichende Meinung nicht akzeptieren können – wir hören nicht einmal richtig zu.

Diversity

In unserer Gesellschaft ist seit vielen Jahren und beständig zunehmend die Frage zu klären, wie wir Menschen benennen dürfen, die nicht Deutsche, nicht Mann oder Frau, nicht Rechts, in der Mitte oder Links sind, die sich impfen lassen oder eben nicht … . Wir fordern Gleichbehandlung und führen Quoten ein. 

Marcus Hein - Trainer, Coach, Speaker und Autor für Führungskräfte In diesen Tagen sprach ich mit einem inzwischen guten Freund über Diversity im eigentlich eindeutigen Fall von Rasseunterschieden. Mir wurde in diesem Gespräch klar: Integration findet solange nicht statt, solange wir über Gruppen sprechen. Das Kennzeichen von Gruppen ist, dass sie sich unterscheiden. Und solange wir Unterschiede als Trennung und nicht als selbstverständliche und natürliche Bereicherung wahrnehmen, ist jeder Versuch von Diversity fehlgeleitet.

Diversity ist der falsche Ansatz und ein trennender Begriff. Wir brauchen keine Integration, da sie von Unterschieden ausgeht. Wir brauchen echte Wir-Intelligenz. Und die ist unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe usw. Sie ist sogar unabhängig von der Meinung Anderer. Was kann der Nächste, was mich, mein Leben, meinen Job, mein Team oder Unternehmen (oder mein Weihnachtsfest) bereichert?

Jeder handelt nach seiner besten Option

Arbeite ich mit Führungskräften, höre ich oft, dass „die Geschäftsführung“ oder „die Mitarbeiter“ falsches Verhalten zeigen oder falsche Entscheidungen getroffen haben. Dabei handelt jeder stets nach seiner besten Option. Wenn wir das nicht verstehen oder falsch finden, hat das mehr mit uns selbst, als mit dem Anderen zu tun.

Wir versuchen, Rassen und Geschlechter zu integrieren, schaffen es aber nicht, dem Anderen, der eine etwas andere Meinung zu einem Thema hat, zuzuhören. Daniel Goleman nennt es vorurteilsfreies Zuhören, so, als hat der Andere Recht.

Wir reiben uns am Anderen, nicht um gemeinsam zu wachsen, sondern um den Anderen kleiner zu machen. Und das ist ganz natürlich. Unser Gehirn bewertet Wahrnehmungen innerhalb von 350 Millisekunden. Das hat nichts mit dem Verhalten des Anderen, sondern mit unserer Prägung zu tun. Doch zwischen unserer physischen Wahrnehmung durch das Auge und/oder das Ohr und unserer Reaktion darauf liegt eine Black Box. Je nachdem, wie diese Box gefüllt und programmiert wurde, geben wir dem Anderen Recht oder eben nicht. Mit der Realität in der Außenwelt hat das nichts zu tun. Unsere Reaktion führt aber dazu, dass wir nicht mehr verstehen wollen, weil wir glauben, bereits verstanden zu haben.

Zu viele Antworten – zu wenige Fragen

Wer fragt, der führt. Dieser Grundsatz ist selten Führungspraxis, ganz sicher auch noch nicht bei mir. Doch wer fragt, erfährt mehr von dem, was er noch nicht weiß. Wir müssen in den meisten Fällen gar nicht über den Anderen siegen. Aber wenn wir von ihm mehr erfahren, weil wir Fragen stellen, bereichert das unsere Black Box, unser internes Bewertungssystem. Das heißt nicht, dass wir uns anpassen müssen – diese Gefahr besteht auch nicht so schnell. Doch eine andere Sicht auf die Dinge kann von Mal zu Mal unser Bewertungssystem bereichern.

… und Frieden auf Erden

Ganz sicher werden wir es wohl nicht erleben, dass die gesamte Welt befriedet ist. Damit würden wir vermutlich auch eher meinen, das keine Kriege stattfinden. Selbst das ist Utopie. Frieden auf Erden würde bedeuten, dass es keinen Mord, keine Rechtsstreitigkeiten und keinen Streit mehr gäbe. Die Berufsgruppe der Rechtsanwälte und Notare würde schlagartig überflüssig. Jetzt werden Sie sagen: Marcus, Du Träumer. – und Sie haben natürlich Recht. Es wäre das Paradies auf Erden – Utopie.

Aber wir könnten ja mal in den kleinsten Einheiten damit beginnen: Mit unserem Lebenspartner, unserer Lebenspartnerin, unserem Nachbarn, unserem Chef und unserem Mitarbeiter oder Team. Wie wäre es, wenn es unter unserem Dach, in unseren eigenen vier Wänden ein kleines Paradies gäbe? Wie wäre es, wenn es ein Traumparadies im eigenen Verantwortungsbereich gäbe? Wie würden dann Mitarbeiter/innen aufblühen und über sich hinauswachsen? Wieviel Glück wäre dann möglich? Und wie würden Leistung und Erfolge wachsen? Denn wo Frieden ist, ist Wachstum.

Fest des Friedens – nicht nur an Weihnachten

Weihnachten, das Fest des Friedens. Lassen Sie uns beginnen, in den kleinsten Zellen unseres Lebens für mehr Frieden, für mehr Verständnis und Verstehenwollen, für mehr selbstverständliche Integration zu sorgen. Konfrontieren wir abweichende Meinungen nicht durch unsere eigene. Ergründen wir mit Fragen die Meinung des Anderen. Unternehmen wir den ernsthaften Versuch, den Anderen wirklich, wirklich verstehen zu wollen. Lassen Sie uns vom Besten im Anderen MARCUS HEIN - Ihr Weg zu Kompetenzen in der agilen Arbeitswelt ausgehen. Lassen Sie uns in jedem Augenblick dafür sorgen, dass es dem Anderen besser geht, er sich verstandener fühlt. Lassen Sie uns den Anderen zum Leuchten bringen.

Make them shine

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen fröhliche und friedevolle Weihnachtstage, einen angenehmen Jahresausklang und einen großartigen Start in ein erfolgreiches neues Jahr.

Marcus Hein

Marcus Hein

Der Autor dieses Beitrags ist Experte für Neurologische Führung sowie Trainer und Coach für New Leadership. Er hat über 30 Jahre Führungserfahrung und begleitet Unternehmen und Führungskräfte, gehirngerecht zu führen und überdurchschnittliche Erfolge zu generieren

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