Neurologische Führung für mehr Einfluss

Wie Sie mit Verbundenheit sofort mehr Motivation bewirken.

Verbundenheit ist einer der stärksten Motivatoren. – Haben Sie auch weniger motivierte Mitarbeiter? Sie versuchen alle gleich zu behandeln und dennoch sind einzelne Mitarbeiter unmotiviert? Dann kann das an dem Gefühl fehlender Verbundenheit liegen. Wie stellen Sie das ab?

Mitarbeiter, die eine starke Zugehörigkeit und Verbundenheit mit dem Unternehmen verspüren, verlassen deutlich seltener das Unternehmen und sind deutlich gesünder. Phoenix Contact bewältigte die Krise in 2009 mit gemeinsamen Bemühungen. Alle entwickelten Ideen, notwendige Kosteneinsparungen zu realisieren. Ganz nebenbei sank die Krankenquote von 8 auf 3 Prozent.

Oxytocin – Das Hormon für Verbundenheit

Neurobiologisch wird bei gefühlter Verbundenheit im Gehirn Oxytocin, das Bindungshormon, (vermehrt) ausgeschüttet, dockt an die Amygdala, dem zentralen Teil des Angstsystems unseres Gehirns, an und beruhigt dieses. Wir kennen das von Kindern, die bei Angst in die Arme der Eltern fliehen und Nähe suchen. Das entspannt. In einem entspannteren Zustand fällt dem Mitarbeiter der Zugriff auf höhere neuronale Netzwerke leichter.

In einer Studie an der Stanford University wurde nachgewiesen, dass Motivation zunimmt, wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, gemeinschaftlich an einer Aufgabe zu arbeiten. Damit erscheint die Aufgabe interessanter, sie erleben weniger Erschöpfung und die Aufmerksamkeitsspanne steigt.

#gemeinsamistdasneueego

Unter diesem Hashtag versuchte eine Bewegung viral zu gehen, die den Abschied vom egozentrierten hin zu gemeinschaftlichem Handeln beabsichtigt. Es scheint eine gesellschaftliche Bewegung hin zu mehr Gemeinschaft zu geben. Die Erzählung „Ubuntu“ beschreibt dies sehr schön. Diese Entwicklung hat einen neurobiologischen Hintergrund.

Verbundenheit erzeugen

Wie erzeugen Sie bei Mitarbeitern mehr Verbundenheit? – Nehmen wir zunächst ein Negativbeispiel: Ihr Mitarbeiter sagt in einer Runde etwas, was sie für nichtig, wertlos oder destruktiv halten. Sie ignorieren die Bemerkung einfach und verdrehen vielleicht sogar (innerlich) die Augen, möglicherweise sogar zu Recht. Der Mitarbeiter fühlt nicht mehr, dass er dazu gehört und geht in die innere Migration. Neurobiologisch fällt er in einen Zustand innerer Anspannung, der verhindert, dass er großartige Leistungen vollbringt. Dienst nach Vorschrift oder gar innere Kündigung sind die Folge.

Mein Tipp für mehr Verbundenheit

Schenken Sie jedem Mitarbeiter das Gefühl, dass er dazu gehört. Binden Sie (alle) Mitarbeiter in Überlegungen, Konzepte, Problemlösungen und Entscheidungsfindungen ein. Lösen Sie Probleme gemeinsam. Entwickeln Sie eine starke Gemeinschaft. Delegieren Sie mehr, auch an eher unsymphatische Mitarbeiter.

Nehmen Sie gleich heute, am besten sofort, einen eher unmotivierten Mitarbeiter und bitten Sie ihn, für ein aktuelles Problem einen Lösungsvorschlag zu machen. Lassen Sie sich den Vorschlag zeigen und hinterfragen Sie diesen interessiert. Reflektieren Sie gemeinsam mit ihm seinen Vorschlag und geben Sie ihm das Gefühl, dass Ihnen seine Meinung wirklich wichtig ist. Falls es ein „schlechter“ Vorschlag ist, entwickeln Sie gemeinsam diesen Vorschlag weiter, bis er gut ist. Beobachten Sie in den nächsten Stunden und Tagen seine Motivation. Ich bin fest überzeugt, dass es einen deutlichen Motivationsschub geben wird.

Achten Sie bitte unbedingt auf Ihre innere Haltung diesem Mitarbeiter gegenüber: Solange Sie keine Wertschätzung ihm gegenüber empfinden, wird mein Tipp nicht funktionieren. Dann müssten Sie sich dauerhaft mit einem unmotivierten Mitarbeiter abfinden. Doch Ihre Haltung dem Mitarbeiter gegenüber haben Sie in der Hand. Diese positive Grundhaltung ist umso wichtiger, je skeptischer der Mitarbeiter Ihnen gegenüber ist. Zwischen „auf die Probe gestellt“ und „ernsthaft an einem Beitrag interessiert“ ist oft nur ein schmaler Grad.

Übrigens …

Führungskräfte, die nur wenig delegieren, erzeugen bei den Mitarbeitern ganz überwiegend das Gefühl, nicht dazuzugehören. „Meine Meinung ist nicht gefragt. Ich bin hier nicht wichtig, nur eine Nummer. Der Chef macht ja eh alles selbst.“ – Wer mehr delegiert, hat motiviertere Mitarbeiter!

Weitere Tipps und Ideen, wie Sie nachhaltig Motivation fördern, erfahren und trainieren Sie in meinen Leadership-Seminaren.

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Mitarbeiter inspirieren – New Work gestalten

Neurologische Führung New Work ist in aller Munde und schafft bei Führungskräften und Mitarbeiter bisweilen Irritation. Jedem ist klar, weiterzumachen wie bisher, ist keine Option. Doch wie wird New Work, was ist das und welche Anforderungen stellt es an Mitarbeiter und Führung.

Neurologische Führung ist der Werkzeugkasten für New Work. Hier sind Erkenntnisse und praktische Umsetzung vereint, damit New Work gelingt. Mit diesem Training stellen Sie die Weichen, damit Führung auch unter neuen Bedingungen gut gelingen kann.

Informationen und Termine …

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